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K¸nstlerische Arbeiten wie etwa Glaskugeln, die mundgeblasen und gebrochen immer neue Formen ergeben und damit die Teilung und Aufspaltung von Pflanzenzellen darstellen, sind Teil einer einzigartigen Ausstellung ¸ber Genetik in der Tschechischen Republik. ÑGenius der Genetik ñ Eine Hommage an Gregor Mendel durch Wissenschaft und Kunstì lautet der Titel dieser beeindruckenden Schau, die am 21. Mai 2002 in der Augustiner Abtei St. Thomas zu Br¸nn er–ffnet wird. Das Leben und Werk Gregor Mendels (1822-1884), dem ehemaligen Abt des Stiftes, der durch seine Experimente mit Erbsen und den daraus resultierenden Konzepten der Vererbungslehre Aufsehen erregte, wird hier ein Jahr lang in den Mittelpunkt des allgemeinen Interesses ger¸ckt.
Kunst und Wissenschaft ñ eine herausfordernde
Gegen¸berstellung
Der Brite Rob Kesseler,
der f¸r die verschiedenen Glasformen verantwortlich zeichnet, ist einer von
sieben internationalen zeitgen–ssischen K¸nstlern, die einen Beitrag zu dieser
umfassenden Ausstellung liefern. Das Konzept sieht eine spannende
Gegen¸berstellung von zeitgen–ssischen k¸nstlerischen Arbeiten, die eigens f¸r
diese Schau entwickelt wurden, und historischen Objekten vor.
Die Ausstellung, die
Gregor Mendel als den Vater der Genetik w¸rdigt, stellt die erste Phase einer
groşangelegten Initiative dar, die es sich zum Ziel gesetzt hat, die Abtei von
St. Thomas, in der Mendel lebte und arbeitete, als internationales Zentrum f¸r
Genetik zu etablieren. Kuratiert wird die Mendel-Schau von Marina Wallace, Dozentin am
College St. Martin in London, Professor Martin Kemp, Professor f¸r
Kunstgeschichte an der Universit”t von Oxford - beide Direktoren des
Unternehmens Artakt in Groşbritannien -, und der britischen
Ausstellungsmacherin Dr. Caterina Albano, die sich gemeinsam auch f¸r die
vielbeachtete Ausstellung ÑSpectacular Bodiesì in der Hayward Gallery,
London/UK 2001 und der derzeitigen Ausstellung ÑHead On: Art with the Brain in
Mindì im Science Museum, London/UK verantwortlich zeichneten. ÑDas Konzept der
Mendelschau in Br¸nn sieht eine Gegen¸berstellung von Kunst und Wissenschaft vor,
eine Verschmelzung von Geschichte, interaktiven High-Tech Elementen und
zeitgen–ssischen k¸nstlerischen Arbeitenì, so Professor Kemp ¸ber die
Pl”ne der Kuratoren. ÑDie Ausstellung wird interessante Blickpunkte f¸r ein
breites Publikum bieten. Laien werden durch unser Konzept ebenso angesprochen
wie Fachleute.ì
ÑEs gibt in
Br¸nn eine atemberaubende Sammlung von Objekten und Dokumenten aus dem Besitz
Gregor Mendels, wie zum Beispiel wissenschaftliche Dias, Fotografien und die
Originalpl”ne des Glashauses im Garten des Klostersì, zeigt sich Marina Wallace
begeistert ¸ber die F¸lle des historischen Materials vor Ort. In der
Ausstellung werden diese Objekte von Mendel zum ersten Mal vollst”ndig der
÷ffentlichkeit pr”sentiert.
Die Ausstellung ÑGenius
der Genetikì wird in drei Schwerpunkte gegliedert, die Gregor Mendels Biografie
nachzeichnen: Hintergrund und Motivation, Interessen und Methodik, das R”tsel der Generationen und die Entwicklung der
Zelltheorie.
Zu Lebzeiten blieb Gregor Mendels Werk beinahe v–llig unbeachtet. Seine Beobachtungen wurden zwar bereits 1866 publiziert aber erst um 1900 von Wissenschaftlern entdeckt und anerkannt. Besonders in den letzten Jahrzehnten hat sich die Genetik von der reinen Laborwissenschaft weg bewegt. Sie ist nun eine Wissenschaft, die in hohem Maşe f¸r –ffentliche Aufregung sorgt. Wallace dazu: ÑMit der Mendel-Schau wollen wir bewirken, dass die Besucher die Begeisterung der Genetik wiederentdecken, so wie sie vor 150 Jahren aufgetreten ist.ì
Die
Visualisierung der verschiedenen Aspekte der
Genetik geschieht durch k¸nstlerische Arbeiten von Christine Bordland (UK),
Susan Derges (UK), herman de vries (NL), Cornelia Hesse-Honegger (CH), Matilda
Downs (UK), und Gerhard Lang (D). ÑDas Verbindende all dieser unterschiedlichen
k¸nstlerischen Werke liegt in der Faszination f¸r diverse Muster, die in der
Natur beobachtet werden k–nnen, und der wissenschaftlichen Suche nach
Erkl”rungen f¸r physikalische und biologische Systemeì, erkl”rt Wallace.
Eva Jiricna,
die renommierte tschechische Architektin, zeichnet f¸r die ungew–hnliche
Architektur der Ausstellung verantwortlich. Die Architektin lebt und arbeitet
in London und Prag. Jiricna sieht das Faszinosum dieses Projekts zum einen im
Ausstellungsort, der Abtei St. Thomas, zum anderen in der Person Gregor Mendel.
ÑMendel wuchs in einem kleinen Dorf auf, ohne groşe Ambitionen. Mit seinen akribischen
Forschungsarbeiten hat er allerdings durch seine Entdeckungen die Welt
nachtr”glich ver”ndert,ì so Jiricna.
Die
Langzeitpl”ne f¸r die Augustinerabtei sehen eine v–llige Restaurierung des
Gartens vor, in dem Mendel seine Experimente durchf¸hrte, und die Errichtung
eines neuen Museums f¸r Genetik. Dar¸ber hinaus soll in der Abtei ein
Konferenzzentrum entstehen, das ein dynamisches Forum sowohl f¸r Schulkinder
und die breite ÷ffentlichkeit als auch f¸r Wissenschaftler darstellt und in dem
unter anderem Fragen der ethischen Bedeutung der Genforschung besprochen
werden.
Zu den
Initiatoren des Mendel-Projektes in Br¸nn z”hlen Professor Kim Nasmyth und
seine Frau Anna Nasmyth, die von internationalen Pers–nlichkeiten aus der Welt
der Genetik unterst¸tzt werden und der Abt von St. Thomas, Luc·s Evzen
Martinec. Das Projekt wird von der Stadt Br¸nn ebenso unterst¸tzt wie vom
Pr”sidenten der Tschechischen Republik, Vaclav Havel. Tr”ger und Organisator
der Ausstellung ist die Vereinigung zur F–rderung der Genomforschung, Wien/A.
Zur Realisierung des gesamten internationalen Projektes m¸ssen 1,5 Mio Euro
aufgebracht werden.
F¸r weitere Informationen kontaktieren Sie bitte
Mag. Ingrid
Ladner
B&K Kommunikation
Porzellangasse
35/3
A-1090 Wien
Tel.: 0043-1-3194378-12
Fax: 0043-1-3194378-20
Ein umfassender
Katalog mit Beitr”gen von Kemp, Wallace und dem bekannten italienischen
Genetiker Luigi Luca Cavalli-Sforza sowie einem Vorwort von Professor Kim
Nasmyth, Leiter des Institutes f¸r Molekulare Pathologie in Wien/A und
Initiator des Projekts, wird die Ausstellung begleiten.
Vereinigung zur F–rderung
der Genomforschung, Wien/A
Gregor Johann Mendel
(1822-1884) wurde als Sohn eines Bauern im –sterreichischen Schlesien geboren.
1843 trat er in die Augustiner Abtei in Br¸nn ein und arbeitete lange Jahre als
Lehrer an der Realschule in Br¸nn. Zwischen 1856 und 1863 unternahm er
zahlreiche Studien mit Erbsen und stellte Gesetzm”şigkeiten in deren Vererbung
fest. Seine Arbeiten wurden 1866 erstmals publiziert.
http://www.netspace.org/MendelWeb
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Im
Mittelpunkt der Akitivit”ten von Artakt stehen Projekte unter dem Aspekt der
Verkn¸pfung von Wissenschaft und Kunst, basierend auf zeitgen–ssischen Ans”tzen
und neusten Technologien. Martin Kemp ist Professor f¸r Kunstgeschichte
an der Universit”t von Oxford. Marina Wallace ist Dozentin am College St.
Martin f¸r Kunst und Design in London.
Eva Jiricna Architects
ist ein internationales Architektur- und Designb¸ro mit Sitz in London und
einem Produktbereich, der von M–bel ¸ber Ausstellungen, die Gestaltung von
Gesch”ftsr”umen bis zu Wohnbauten und –ffentlichen Geb”uden reicht. Eva Jiricna
Architects ist f¸hrend in der Anwendung von innovativen Formen und
Technologien, basierend auf klassischen Prinzipien. Die tschechische
Architektin ist seit ¸ber 30 Jahren in London, er–ffnete dort 1985 ihr B¸ro und
vor kurzem eine Auşenstelle in Prag. Mit ihren Beitr”gen zu Architektur und
Design hat sie in den vergangenen Jahren zunehmend Anerkennung erlangt: C.B.E.
in the Honours List 1994, Aufnahme in die Royal Academy und Ernennung zum Royal
Designer for Industry (RDI).
www.ejal.com
Die K¸nstler
Christine Borland, UK, A Treasury of Human Inheritance,
Huntingtonís Disease, 2001. Silver, steel, agates.
Susan Derges, UK, Vessel, 2001, and Pollen Store, 1994. Two series of photograms
herman de vries, The
Netherlands, Ilex Canariensis, 1994.İ 2400 samples of earth.
Matilda Downs, UK, Map of Cow Markings, 2001. Silk screen
print with pencil on paper. Atlas of Cows,
2001. Screen print, pencil and photo lithography
Cornelia Hesse-H–negger,
Switzerland,İ Flies (Drosophila melanogaster) red eyes, 1986, Flies (Drosophila melanogaster) wings
growing out of the eyes 1986, Flies (Drosophila
melanogaster), eye painted back, 1986-87. X-rays at Zoological Institute at
University of Z¸rich
Rob Kesseler, UK, On Closer Inspection, 2000. Gilt prints
on china.İ Mitosis, 2002, Blown-glass forms.
Gerhard Lang, Germany, The typical marking of the cow herd of Farmer
Jenni in Sch–nthal in Switzerland, 1994-2002. Photographs and large
composite
Informationen zu Br¸nn und der Tschechischen
Republik:İ www.antor.com/Czech_Republic and
www.visitczechia.cz
Auto:
von Prag ñ 213 km:
Prag-Br¸nn Autobahn E50,
E6, Abfahrt Br¸nn Zentrum
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Straşenbahnen:
Vom Hauptbahnhof Br¸nn:
Straşenbahn Nr. 1, Richtung Bystrc
Sir Paul Nurse, Cancer
Research UK, London/UK
Prof. Emil Palecek,
Institute of Biophysics, Brno/CZ
Sir Richard Sykes, Imperial
College, London/UK
Dr. James Watson, Cold
Spring Harbor, USA
Prof. Charles Weissmann,
Imperial College, London/UK
Wissenschaftliches Kommittee
Dr. Michael Ambrose, John
Innes Institute, Norwich/UK
Prof. Gustav Ammerer, Institut f¸r Biochemie und
Molekulare Zellbiologie, Wien/A
Prof. Bernadette Modell,
Royal Free Hospital and University College London
Medical School, London/UK
Prof. Kim Nasmyth, Institut f¸r Molekulare
Pathologie, Wien/A
Prof. John Parker,
Cambridge Botanic Garden, UK
Dr. Jan-Michael Peters, Institut f¸r Molekulare
Pathologie, Wien/A
Prof. Dieter Schweizer, Institut f¸r Botanik de
Universit”t Wien/A
Prof. Pak Sham, Institute
of Psychiatry, London/UK
Dr. Mark Tester, University
of Cambridge/UK
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