Genius der Genetik
Eine Hommage an Gregor Mendel durch Wissenschaft und Kunst

 

Er–ffnung: 21. Mai 2002, 19 Uhr
Pressekonferenz: 15. Mai 2002, 11.00 Uhr
www.mendel-museum.org

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K¸nstlerische Arbeiten wie etwa Glaskugeln, die mundgeblasen und gebrochen immer neue Formen ergeben und damit die Teilung und Aufspaltung von Pflanzenzellen darstellen, sind Teil einer einzigartigen Ausstellung ¸ber Genetik in der Tschechischen Republik. ÑGenius der Genetik ñ Eine Hommage an Gregor Mendel durch Wissenschaft und Kunstì lautet der Titel dieser beeindruckenden Schau, die am 21. Mai 2002 in der Augustiner Abtei St. Thomas zu Br¸nn er–ffnet wird. Das Leben und Werk Gregor Mendels (1822-1884), dem ehemaligen Abt des Stiftes, der durch seine Experimente mit Erbsen und den daraus resultierenden Konzepten der Vererbungslehre Aufsehen erregte, wird hier ein Jahr lang in den Mittelpunkt des allgemeinen Interesses ger¸ckt.

 

Kunst und Wissenschaft ñ eine herausfordernde Gegen¸berstellung

Der Brite Rob Kesseler, der f¸r die verschiedenen Glasformen verantwortlich zeichnet, ist einer von sieben internationalen zeitgen–ssischen K¸nstlern, die einen Beitrag zu dieser umfassenden Ausstellung liefern. Das Konzept sieht eine spannende Gegen¸berstellung von zeitgen–ssischen k¸nstlerischen Arbeiten, die eigens f¸r diese Schau entwickelt wurden, und historischen Objekten vor.

 

Die Ausstellung, die Gregor Mendel als den Vater der Genetik w¸rdigt, stellt die erste Phase einer groşangelegten Initiative dar, die es sich zum Ziel gesetzt hat, die Abtei von St. Thomas, in der Mendel lebte und arbeitete, als internationales Zentrum f¸r Genetik zu etablieren. Kuratiert wird die Mendel-Schau von Marina Wallace, Dozentin am College St. Martin in London, Professor Martin Kemp, Professor f¸r Kunstgeschichte an der Universit”t von Oxford - beide Direktoren des Unternehmens Artakt in Groşbritannien -, und der britischen Ausstellungsmacherin Dr. Caterina Albano, die sich gemeinsam auch f¸r die vielbeachtete Ausstellung ÑSpectacular Bodiesì in der Hayward Gallery, London/UK 2001 und der derzeitigen Ausstellung ÑHead On: Art with the Brain in Mindì im Science Museum, London/UK verantwortlich zeichneten. ÑDas Konzept der Mendelschau in Br¸nn sieht eine Gegen¸berstellung von Kunst und Wissenschaft vor, eine Verschmelzung von Geschichte, interaktiven High-Tech Elementen und zeitgen–ssischen k¸nstlerischen Arbeitenì, so Professor Kemp ¸ber die Pl”ne der Kuratoren. ÑDie Ausstellung wird interessante Blickpunkte f¸r ein breites Publikum bieten. Laien werden durch unser Konzept ebenso angesprochen wie Fachleute.ì

 

ÑEs gibt in Br¸nn eine atemberaubende Sammlung von Objekten und Dokumenten aus dem Besitz Gregor Mendels, wie zum Beispiel wissenschaftliche Dias, Fotografien und die Originalpl”ne des Glashauses im Garten des Klostersì, zeigt sich Marina Wallace begeistert ¸ber die F¸lle des historischen Materials vor Ort. In der Ausstellung werden diese Objekte von Mendel zum ersten Mal vollst”ndig der ÷ffentlichkeit pr”sentiert.

 

Mendels Motivation, Methodik und Studien

Die Ausstellung ÑGenius der Genetikì wird in drei Schwerpunkte gegliedert, die Gregor Mendels Biografie nachzeichnen: Hintergrund und Motivation, Interessen und Methodik, das R”tsel der Generationen und die Entwicklung der Zelltheorie.

Zu Lebzeiten blieb Gregor Mendels Werk beinahe v–llig unbeachtet. Seine Beobachtungen wurden zwar bereits 1866 publiziert aber erst um 1900 von Wissenschaftlern entdeckt und anerkannt. Besonders in den letzten Jahrzehnten hat sich die Genetik von der reinen Laborwissenschaft weg bewegt. Sie ist nun eine Wissenschaft, die in hohem Maşe f¸r –ffentliche Aufregung sorgt. Wallace dazu: ÑMit der Mendel-Schau wollen wir bewirken, dass die Besucher die Begeisterung der Genetik wiederentdecken, so wie sie vor 150 Jahren aufgetreten ist.ì

 

Zeitgen–ssische Visualisierung der Genetik

Die Visualisierung der verschiedenen Aspekte der Genetik geschieht durch k¸nstlerische Arbeiten von Christine Bordland (UK), Susan Derges (UK), herman de vries (NL), Cornelia Hesse-Honegger (CH), Matilda Downs (UK), und Gerhard Lang (D). ÑDas Verbindende all dieser unterschiedlichen k¸nstlerischen Werke liegt in der Faszination f¸r diverse Muster, die in der Natur beobachtet werden k–nnen, und der wissenschaftlichen Suche nach Erkl”rungen f¸r physikalische und biologische Systemeì, erkl”rt Wallace.

 

Ausstellungsarchitektur im Banne der besonderen ÷rtlichkeit

Eva Jiricna, die renommierte tschechische Architektin, zeichnet f¸r die ungew–hnliche Architektur der Ausstellung verantwortlich. Die Architektin lebt und arbeitet in London und Prag. Jiricna sieht das Faszinosum dieses Projekts zum einen im Ausstellungsort, der Abtei St. Thomas, zum anderen in der Person Gregor Mendel. ÑMendel wuchs in einem kleinen Dorf auf, ohne groşe Ambitionen. Mit seinen akribischen Forschungsarbeiten hat er allerdings durch seine Entdeckungen die Welt nachtr”glich ver”ndert,ì so Jiricna.

 

Langzeitpl”ne f¸r die Abtei St. Thomas

Die Langzeitpl”ne f¸r die Augustinerabtei sehen eine v–llige Restaurierung des Gartens vor, in dem Mendel seine Experimente durchf¸hrte, und die Errichtung eines neuen Museums f¸r Genetik. Dar¸ber hinaus soll in der Abtei ein Konferenzzentrum entstehen, das ein dynamisches Forum sowohl f¸r Schulkinder und die breite ÷ffentlichkeit als auch f¸r Wissenschaftler darstellt und in dem unter anderem Fragen der ethischen Bedeutung der Genforschung besprochen werden.

 

Die Br¸nn-Initiative

Zu den Initiatoren des Mendel-Projektes in Br¸nn z”hlen Professor Kim Nasmyth und seine Frau Anna Nasmyth, die von internationalen Pers–nlichkeiten aus der Welt der Genetik unterst¸tzt werden und der Abt von St. Thomas, Luc·s Evzen Martinec. Das Projekt wird von der Stadt Br¸nn ebenso unterst¸tzt wie vom Pr”sidenten der Tschechischen Republik, Vaclav Havel. Tr”ger und Organisator der Ausstellung ist die Vereinigung zur F–rderung der Genomforschung, Wien/A. Zur Realisierung des gesamten internationalen Projektes m¸ssen 1,5 Mio Euro aufgebracht werden.

 

 

 

 

F¸r weitere Informationen kontaktieren Sie bitte

Mag. Ingrid Ladner

B&K Kommunikation

Porzellangasse 35/3

A-1090 Wien

Tel.: 0043-1-3194378-12

Fax: 0043-1-3194378-20

ladner@bkkommunikation.at

www.mendel-museum.org

 

Katalog

Ein umfassender Katalog mit Beitr”gen von Kemp, Wallace und dem bekannten italienischen Genetiker Luigi Luca Cavalli-Sforza sowie einem Vorwort von Professor Kim Nasmyth, Leiter des Institutes f¸r Molekulare Pathologie in Wien/A und Initiator des Projekts, wird die Ausstellung begleiten.

 

Sponsoren

Boehringer Ingelheim Austria

Vereinigung zur F–rderung der Genomforschung, Wien/A

 

Gregor Johann Mendel (1822-1884) wurde als Sohn eines Bauern im –sterreichischen Schlesien geboren. 1843 trat er in die Augustiner Abtei in Br¸nn ein und arbeitete lange Jahre als Lehrer an der Realschule in Br¸nn. Zwischen 1856 und 1863 unternahm er zahlreiche Studien mit Erbsen und stellte Gesetzm”şigkeiten in deren Vererbung fest. Seine Arbeiten wurden 1866 erstmals publiziert.

http://www.netspace.org/MendelWeb

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Im Mittelpunkt der Akitivit”ten von Artakt stehen Projekte unter dem Aspekt der Verkn¸pfung von Wissenschaft und Kunst, basierend auf zeitgen–ssischen Ans”tzen und neusten Technologien. Martin Kemp ist Professor f¸r Kunstgeschichte an der Universit”t von Oxford. Marina Wallace ist Dozentin am College St. Martin f¸r Kunst und Design in London.

 

Eva Jiricna Architects ist ein internationales Architektur- und Designb¸ro mit Sitz in London und einem Produktbereich, der von M–bel ¸ber Ausstellungen, die Gestaltung von Gesch”ftsr”umen bis zu Wohnbauten und –ffentlichen Geb”uden reicht. Eva Jiricna Architects ist f¸hrend in der Anwendung von innovativen Formen und Technologien, basierend auf klassischen Prinzipien. Die tschechische Architektin ist seit ¸ber 30 Jahren in London, er–ffnete dort 1985 ihr B¸ro und vor kurzem eine Auşenstelle in Prag. Mit ihren Beitr”gen zu Architektur und Design hat sie in den vergangenen Jahren zunehmend Anerkennung erlangt: C.B.E. in the Honours List 1994, Aufnahme in die Royal Academy und Ernennung zum Royal Designer for Industry (RDI).

www.ejal.com

 

 


Die K¸nstler

Christine Borland, UK, A Treasury of Human Inheritance, Huntingtonís Disease, 2001. Silver, steel, agates.

 

Susan Derges, UK, Vessel, 2001, and Pollen Store, 1994. Two series of photograms

 

herman de vries, The Netherlands, Ilex Canariensis, 1994.İ 2400 samples of earth.

 

Matilda Downs, UK, Map of Cow Markings, 2001. Silk screen print with pencil on paper. Atlas of Cows, 2001. Screen print, pencil and photo lithography

 

Cornelia Hesse-H–negger, Switzerland,İ Flies (Drosophila melanogaster) red eyes, 1986, Flies (Drosophila melanogaster) wings growing out of the eyes 1986, Flies (Drosophila melanogaster), eye painted back, 1986-87. X-rays at Zoological Institute at University of Z¸rich

 

Rob Kesseler, UK, On Closer Inspection, 2000. Gilt prints on china.İ Mitosis, 2002, Blown-glass forms.

 

Gerhard Lang, Germany, The typical marking of the cow herd of Farmer Jenni in Sch–nthal in Switzerland, 1994-2002. Photographs and large composite

 

Informationen zu Br¸nn und der Tschechischen Republik:İ www.antor.com/Czech_Republic and www.visitczechia.cz

 

Anreise

Auto:

von Prag ñ 213 km:

Prag-Br¸nn Autobahn E50, E6, Abfahrt Br¸nn Zentrum

vonİ Wienİ - 110 km:

Br¸nnerstraşe, Schnellstraşe 7, nach der Grenze E461/52

 

Zug:

Von Prag: regelm”şige Intervalle

Von Wien: T”glich vier Eurocity-Z¸ge ab Wien-S¸dbahnhof

(Fahrzeit rund 90 Minuten)

Mit dem Service der ÷BB sparen Sie Zeit und Wartezeiten an der Grenze.

Gegen Vorweis des ÷BB-Bahntickets ist der Eintritt in die Ausstellung frei.

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Straşenbahnen:

Vom Hauptbahnhof Br¸nn: Straşenbahn Nr. 1, Richtung Bystrc

 

Trustees

Sir Paul Nurse, Cancer Research UK, London/UK

Prof. Emil Palecek, Institute of Biophysics, Brno/CZ

Sir Richard Sykes, Imperial College, London/UK

Dr. James Watson, Cold Spring Harbor, USA

Prof. Charles Weissmann, Imperial College, London/UK

 

 

 

Wissenschaftliches Kommittee

Dr. Michael Ambrose, John Innes Institute, Norwich/UK

Prof. Gustav Ammerer, Institut f¸r Biochemie und Molekulare Zellbiologie, Wien/A

Prof. Bernadette Modell, Royal Free Hospital and University College London

Medical School, London/UK

Prof. Kim Nasmyth, Institut f¸r Molekulare Pathologie, Wien/A

Prof. John Parker, Cambridge Botanic Garden, UK

Dr. Jan-Michael Peters, Institut f¸r Molekulare Pathologie, Wien/A

Prof. Dieter Schweizer, Institut f¸r Botanik de Universit”t Wien/A

Prof. Pak Sham, Institute of Psychiatry, London/UK

Dr. Mark Tester, University of Cambridge/UK

 

 

 

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